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17. Mai 2021

System Engineers: Die digitalen Architekten

BCPersonal | Digital teilt die Passion für digitale Trends sowie Menschen, die die digitale Transformation aktiv vorantreiben. Einer unserer Kompetenzbereiche in der Vermittlung von Fach- und Führungskräften ist der Bereich „Build“, in welchen auch das System Engineering fällt. Profile aus diesem Tätigkeitsumfeld finden wir äusserst spannend, denn aufgrund der geforderten Komplexität sind diese sehr gefragt.

Produkte werden zunehmend komplexer, da sie immer mehr Software enthalten und immer häufiger über Unternehmensgrenzen hinweg entwickelt werden. Mehr Schnittstellen und Abhängigkeiten sowie ein drastisch steigender interdisziplinärer Koordinationsbedarf sind die Folge. Dadurch steigen auch die Produktentwicklungskosten und die termingerechte Entwicklung wird immer schwieriger, da niemand mehr die gesamten Abhängigkeiten mit ihren jeweiligen Auswirkungen überblickt – der Blick auf das grosse Ganze fehlt.

Trend MBSE: Disziplinmodelle durch Systemmodelle verbinden

System Engineers benötigen zunehmend Methoden-Kompetenz. Lean-Praktiken unterstützen schnelles Lernen durch einen kontinuierlichen Fluss der Entwicklungsarbeit, um schnelles Feedback und rasche Entscheidungen zu ermöglichen. Model-Based System Engineering (MBSE) ist beispielsweise eine Disziplin und ein Lean-Tool, welches es Ingenieuren ermöglicht, schnell und stufenweise etwas über das zu entwickelnde System zu lernen, bevor die Kosten für Änderungen zu hoch werden, um disziplinübergreifende Produktentwicklung betreiben zu können.

Model-Based System Engineering (MBSE) beschreibt eine Methode der Systementwicklung, bei der eine Reihe von zusammenhängenden Systemmodellen entwickelt werden und die Informationen über das System nicht mehr ausschliesslich auf Dokumenten, sondern auf Modellen beruhen. Diese Modelle eröffnen einen effizienten Weg, um Systemaspekte zu erforschen, zu aktualisieren und den Stakeholdern mitzuteilen, wobei die Abhängigkeit von traditionellen Dokumenten deutlich reduziert oder eliminiert wird.

Durch frühzeitiges Testen und Validieren können Fehler vermieden sowie mögliche Risiken abgeschätzt werden. Dazu müssen Systeme vorab modelliert und Simulationen durchgeführt werden. MBSE konzentrierte sich historisch auf das Ausdrücken und Aufzeichnen von Anforderungen, Design-, Analyse- und Verifikationsinformationen. Da die Modellierungstechnologie immer ausgereifter wird, beschleunigt sie das Lernen (z. B. durch Simulation) und erlaubt bessere Einblicke in die physische Welt (z. B. digitale Zwillinge). Beides ist wichtig, um Live-Systeme weiterzuentwickeln und Enterprise Solution Delivery zu ermöglichen.

System Engineers müssen heutzutage folgende Herausforderungen meistern:

• disziplinübergreifende Kollaboration
• disziplinübergreifendes Konfigurationsmanagement
• disziplinübergreifendes Change Management
• Informationsverwaltung
• Nachvollziehbarkeit der Entwicklungsschritte und Abhängigkeiten
• Optimierung des Gesamtsystems

Dafür braucht es Experten, die über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinausblicken, dabei den Blick für das grosse Ganze nicht verlieren und bei komplexen Projekten zu Hochform auflaufen.

Für BCPersonal | Digital sind die Interaktionen mit den Akteuren im System Engineering extrem spannend, und auch diese profitieren vom Austausch in unserem Netzwerk. Daher freuen wir uns natürlich stets, mit neuen Persönlichkeiten aus diesem Umfeld in Kontakt zu treten und zu erfahren, wie sie diese Herausforderungen in ihrer aktuellen Umgebung meistern und wo sie die Herausforderungen der Zukunft sehen.

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